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ÖFFNUNGSZEITEN 7 Tage offen ab 11.30 Uhr (Sonntags ab 10 Uhr)

Schaffhausen, 16. Juli 2010

Sommerlust Kulturprogramm 2 2010.pdf (797 KB)

Stecker raus

Liebe Gäste

„Spinnt“ der Computer, dann macht er nicht was wir wollen. Wir drücken energisch auf die Tasten, hämmern immer schneller und ungeduldiger. Klar ist: der Computer „spinnt“. Klingelt die Telefonzentrale gleichzeitig auf allen Stationen, wenn nichts mehr geht wie es soll, dann „spinnt“ das Telefon. In letzter Not rufen wir den Techniker an, schimpfen über das langsame, unfähige,  schwache und nutzlose Gerät. Schuld sind alle andern, bestimmt nicht wir selber mit unserer Hektik, Ungeduld und Intoleranz den nach logischen Grundsätzen funktionierenden Geräten gegenüber. Was empfiehlt der Techniker? Herunterfahren, Stecker raus! Zu meiner grossen Verwunderung funktioniert es fast immer.

Ich zieh mit Wonne den Stecker raus. Nicht am Gerät, sondern an mir selber.

Während Sie diesen Brief mit dem tollen neuen Kulturprogramm in den Händen halten, wandere ich mit HündinLola vom Chasseral hinüber zur Vue des Alpes, eine der 18 Tagesetappen auf dem Jurahöhenweg. Er ist als Nationale Route 5 einer der aussichtsreichsten Fernwanderwege der Schweiz bekannt und führt von Dielsdorf nach Genf. Dielsdorf? Wer beginnt schon seine Ferien in Dielsdorf? Unglaublich, aber tatsächlich starten meine raren freien Tage am Bahnhof Dielsdorf und zwar morgen am 17. Juli. Das allein wird schon eine spannende Geschichte ergeben. Anstatt auf dem Flughafen mit tausenden von Ferienhungrigen in die Türkei, nach New York oder Thailand zu fliegen, steige ich am Bahnhof Dielsdorf aus.

Es sind Ferien mit viel Zeit. Zeit zum Erzählen und Zuhören, zum Sein und Lassen, zum Essen und Trinken und einfach in den Tag hinein leben. Ich liebe es zu gehen, mich zu bewegen und dabei den Gedanken nach zu hängen. Immer wieder begleiten mich einzelne Freunde und Familie auf den Etappen. Menschen, die mir viel bedeuten, für die ich mir jedoch oft zu wenig Zeit und Musse nehme.

Wer mich kennt, weiss, dass ich mit wenig Gepäck reise, denn das Wichtigste lässt sich auch unterwegs kaufen. Neben guten Schuhen, Badezeug, Pelerine und Sonnenschutz, braucht es nicht mehr viel. Mein Tagebuch fürs Geschichteschreiben und Stöcke, wie mir  Freunde geraten haben. Ansonsten nehme ich den leichtesten Rucksack und keinen Ballast. Hundefutter für Lola wird wohl die grösste Herausforderung sein. Lola hingegen wird die Diät mit Nudeln, Poulet, Cervelat, Joghurt und Käse lieben.

Liebe Grüsse

Verena Prager


Auf Windmühlenflügel
Neuer Artikel im Magazin «Akzent»:
Akzent_Klasse Frauen_ 2010.pdf (151 KB)

Liebe Gäste

Eröffnung Sommerbühne

Der Blick geht zum langsam erblühenden Rosengarten. Darin liegen Bretter und allerlei Werkzeug, das auf Betriebsamkeit hindeutet. Ja, wir haben gebaut. Klein und bescheiden, aber nicht minder wirksam. Auf einer kleinen erhöhten Holzbühne inmitten des Eibenkranzes und Rosengartens ist ein gemütlicher Gartenraum entstanden, überdacht mit einem ausladenden Sonnenschirm.

Am 16. Juli haben wir unsere Sommerbühne eröffnet. Sie lädt ein für kleine Konzerte, private Apéros, kleine festliche Bankette oder einfach zum Geniessen.

Infos und Fotos folgen per Post, Mail oder auf dieser Seite. Wir freuen uns!!

Zur Eröffnung ist die Musikgruppe "Simili" mit Zigeunermusik aufgetreten und liess uns spüren, wie sich Sommer, Fest und Lustigkeit anfühlt. Kommen Sie, schauen Sie und geniessen Sie mit uns!

sl_sommerbuehne.pdf (995 KB)

Sommerbühne mieten

Möchten Sie die Sommerbühne exclusiv mieten? Für Apéros im Freundeskreis, Geschätsanlass, Abschieds- oder Diplomfeiern?. Oder ultimativ zur Trauung im Garten laden?

Auch servieren wir für Gesellschaften von 10-20 Personen in diesem Raum exclusiv ein Gourmetmenu.

Wir haben viele Ideen. Wenn Sie den Anlass dazu bringen, dann sind wir Partner.

Ich freue mich sehr darauf, Ihnen alles zeigen zu können. Die Beschriftung im Aussenbereich, damit unsere Gäste uns von überall her finden. Es wehen Fahnen, leuchten die Schriften und im Garten ertönt die Musik.

Freudige Grüsse

Verena Prager

Wenn das lange Warten belohnt wird.

Diese Geschichte schrieb ich im Mai. Der Sommer ist eingekehrt und Klein - Levin ist gesund, munter und freudig geboren am 20. Mai.

Alles wartet. Wir warten.

Der Himmel am heutigen Maisonntag ist schwarz mit Nebelschwaden verhangen. Es regnet, ist kalt und so abweisend, dass mein Tag ein einziges Lamentieren ist. Es warten alle auf Sonne und Licht, auf Tage der Versöhnung, des Wohlbefindens, der Freude, Leichtigkeit und auf Tage voller Lichterglanz. Ich habe es satt zu warten. Hören Sie wie eintönig, fad, langweilig und öd dieses kleine Wort „warten“ tönt? So anders wie „leben, lieben oder freuen“. Wa-arten mit tiefem bedrücktem „a“. Sie spüren es: ich will mich nicht versöhnen mit diesem Wort.

Wir warten nicht nur auf sonniges Wetter. Ehrlich gesagt, täte es ein regenfreier milder Tag auch, denn im Sommerlust Garten stehen die neuen Möbel  bereit. Weisse, bequeme, geflochtene Stühle, die endlich aufs „besetzt“ werden sich freuen. Es wird ungemein romantisch aussehen, wenn sich die Gäste unter den grossen Sonnenschirmen in diesen Stühlen entspannen. Wie gesagt, wir warten auf den richtigen Augenblick.

Der Aufschwung lässt auf sich warten, wir freuen uns auf  schöne Bankette, auf finanzkräftige Veranstaltungen, auf Busse, Seminare, so wie spendable Gäste. Jammern kann so schön sein, wenn es nicht so teuer wäre. Nicht nur wir warten auf mehr Wirtschaft. Wenn es nicht die Wolke ist, die unsere internationalen Gäste vom Fliegen abhalten, so ist es der Euro, der die Gäste ins günstige Euroland lockt. Und dann versuche ich über die positiven Seiten des Wartens nachzudenken. Wir bekommen Zeit zum Reflektieren, Zeit zum Wachsen, wie das extrem saftige Gras auf der Wiese und dann gibt es ein Warten, das belohnt wird.

Der Bauch wölbt sich himmelwärts. Anna, meine Tochter wartet auf ihr Kind. Der neue Erdenbürger lässt sich bitten, während er noch genüsslich in seiner warmen geschützten Höhle suhlt. Seit ein paar Tagen ist der errechnete Termin vorbei und nun beginnt die Zeit ohne Ziel und Plan. Anna ergibt sich murrend und ungeduldig der Natur, denn der angepeilte Geburt‘s Tag war monatelang Fixpunkt im Denken, Planen und Vorbereiten. Jetzt stehen Mutter und Kind in der Warteschlange wie am Flughafen Gate. Alles ist gepackt, eingecheckt am Schalter, die letzten Heftchen sind gekauft und nun stehen wir vor der Passkontrolle. Wir warten und fügen uns wortlos und emotionslos der Flughafenordnung ein. Dieses Gefühl habe ich oft erlebt in Momenten, wenn der Lauf der Dinge nicht mehr in unserer Hand liegt. Es sind oft Momente am Wendepunkt, die ich nicht beeinflussen kann, weil andere Faktoren als meine Willenskraft zum Einsatz kommen. Gehen lassen. Ich stelle mir die Eisbahn der Bobfahrer vor. Sitzt man einmal auf dem Schlitten, dann muss man den Schlitten fahren lassen. Gefragt ist Vertrauen in die Natur, ins Werden und in die eigene Kraft. Zu wissen, dass wir den Boden gedüngt, pünktlich gepflanzt und behutsam  gepflügt haben, verleiht uns das Gewissen, alle Vorkehrungen getroffen und abgeschlossen zu haben. Die Macht, die danach kommt, ist die Natur. Anna wartet und wir warten mit Ihr.

Wir werden belohnt werden. Spätestens wenn wir gemeinsam im Garten in den neuen Stühlen bei Sonnenschein im Garten sitzen, wissen wir, dass Warten belohnt wird.

7 Tage offen - 363 Tage im Jahr

11.30 Uhr bis spätabends (am Sonntag ab 10 Uhr)

Das Erdgeschoss ist komplett rollstuhlgängig

 


Gesamtprogramm
Menukarte
Mittagskarte
Bankettvorschläge
Kleine Karte
Getränke
Weine
Sonntagbrunch
 
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